Projektentwickler entdecken Berliner Wohnungsbau

Publiziert am 20. September 2011 von Nancy

Lange Zeit haben sich Investoren bei den Immobilien in Berlin auf Büros, Hotels und Shopping-Center konzentriert. Doch was einst so hervorragend funktionierte, verliert nun zunehmend an Bedeutung. Projektentwickler haben den Berliner Wohnungsbau für sich entdeckt und scheinen in diesem auch ein enormes Potenzial zu erkennen. Dabei gewinnt der Wohnungsbau für die Investoren auch im Berliner Westen an Bedeutung. Einer der Gründe für das wachsende Interesse sind die steigenden Mieten. Sie machen den Wohnungsbau für Investoren interessant und sorgen auch dafür, dass dieser mit einer enormen Attraktivität einhergeht. Die Auftragsbücher der Bauträger in Berlin und der Region Potsdam sind in diesen Tagen prall gefüllt. Angesichts der Unsicherheiten, die von den internationalen Finanzmärkten ausgehen, setzen sowohl die institutionellen als auch die privaten Investoren verstärkt auf das auch weiterhin sicher geltende Wohnungssegment.

Wachsendes Interesse treibt Mieterhöhungen an

Doch das wachsende Interesse von Seiten der Investoren hat auch eine Kehrseite. Es sorgt wiederum dafür, dass die Mieten in Berlin steigen und dieser Aspekt sorgt vor allem bei den Haushalten der Bundeshauptstadt für wenig Verständnis. Die durchschnittliche Nettokaltmiete von Neubauwohnungen lag nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie 2010 in Berlin bei 8,25 Euro je Quadratmeter. Damit stieg sie um 4,4 Prozent. Das Wachstum fiel stärker aus als zuletzt 2009. 2009 belief sich die Mietsteigerung noch auf 1,3 Prozent. Erhöhungen haben sich auch bei dem Spitzenmietniveau durchgesetzt. Diese haben im vergangenen Jahr um rund 1,5 Prozent angezogen und belaufen sich damit auf 13,30 Euro. Nach Einschätzungen von Investoren und Projektträgern kann in Berlin jedoch auch weiterhin nicht die Rede von überhitzten Mietpreisen sein. Demnach habe man mit Blick auf die Neubaumieten 2010 jenes Niveau erreicht, das man 1998 vorweisen konnte.

Investoren gehen von Mietsteigerungen aus

Ein Ende der Mietsteigerungen in Berlin scheint nicht in Sicht zu sein. Dies haben auch die Ergebnisse einer Umfrage unter Investoren ergeben. Diese gehen mit Blick auf die Bundeshauptstadt auch weiterhin von Mietsteigerungen aus. Nach Einschätzungen von Experten besteht in Berlin die Gefahr einer Immobilienblase jedoch auch weiterhin nicht. Darauf weisen auch die Haushaltszahlen hin, die in der Metropole weiter steigen. In den Innenstadtlagen ist der Leerstand darüber hinaus sehr gering. Für Berlin spricht letztlich aber auch die wirtschaftliche Dynamik der Stadt. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte kann davon ausgegangen werden, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Berlin auch weiterhin hoch sein wird. Hierbei handelt es sich um einen Aspekt, der den Investoren mögliche Projekte zusätzlich versüßt.

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