Zweckentfremdung von Berliner Wohnungen soll eingeschränkt werden

Publiziert am 27. Juni 2012 von Nancy

Die Nachfrage nach den Immobilien in Berlin scheint alles in allem kein Ende zu finden. Immer mehr Investoren wagen sich auf das Parkett der Hauptstadt und möchten in das als sicher geltende Betongold investieren. Doch während Luxuswohnungen wie Pilze aus dem Boden schießen, warnen immer mehr Experten vor einem Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Ohne Zweifel werden diese von vielen Seiten in den Hintergrund gedrängt und letzten Endes auch vergessen. Dabei ist der Bedarf an solchen Wohnungen auch in Berlin groß, denn schon jetzt können sich viele Einwohner ein Leben in bestimmten Stadtteilen aufgrund der hohen Mieten nicht mehr leisten. So ist längst nicht mehr nur der Wunsch an sich der Vater des Gedanken. Häufig entscheidet das monatliche Budget darüber, wo die Familien wohnen. Um einem möglichen Wohnungsmangel entgegen wirken zu können, soll nun auch die Zweckentfremdung von Wohnungen in Berlin in entsprechender Form eingeschränkt werden.

Viele Wohnungen sind Ferienquartiere

Die Wohnungen in der Innenstadt von Berlin werden häufig nicht mehr für Wohnzwecke genutzt. Vielmehr handelt es sich bei ihnen häufig um Ferienquartiere, Arzt- oder eben auch Rechtsanwaltspraxen. Als solche sind sie natürlich aufgrund ihrer zentralen Lage ausgesprochen beliebt. Doch die Zweckentfremdung der Wohnungen könnte sich letzten Endes auch zu einem wachsenden Problem entwickeln. Sie könnte eines der Elemente sein, das entscheidend zum drohenden Wohnungsmangel beiträgt. Wie Stadtentwicklungssenator Michael Müller von der SPD am Dienstag bekanntgegeben hat, soll mit einem neuen Gesetz gegengesteuert werden. Durch dieses soll letzten Endes verhindert werden, dass preiswerte Wohnungen durch die Zweckentfremdung in Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt angespannt ist, vernichtet werden. Viele Wohnungen der Innenstadt werden demnach auch weiterhin nicht als Wohnraum genutzt, sondern werden für andere Zwecke vorgesehen.

Zweckentfremdung verbieten

Nach Erklärungen von Müller sei es auch vorgesehen, dass die Zweckentfremdung von Wohnungen in einigen ausgewählten Bezirken vollständig verboten wird. Seine Aufgabe bestehe darin eine entsprechende Rechtsgrundlage für diese Vorgehensweise zu schaffen. Nur so wird Berlin letzten Endes auch eine Chance vor Gericht haben, wenn Privateigentümer gegen das Land Klage einreichen. Berlin habe bislang Berichten zufolge bereits mehrere Prozesse verloren. Nach Einschätzungen von Müller könnte das erforderliche Gesetz Ende November vom zuständigen Parlament beschlossen werden. Wie in anderen deutschen Großstädten könnte es auch in Berlin in den kommenden Jahren vor allem in einzelnen Gebieten zu einem Wohnungsmangel kommen. Dabei wird sich dieser wohl in erster Linie auf preiswerten Wohnraum beziehen. Doch dieser ist für viele Verbraucher unverzichtbar.

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