Berliner Liegenschaften sollen vorerst unberührt bleiben

Publiziert am 31. Juli 2012 von Nancy

Der Berliner Immobilienmarkt boomt und ein Ende der hohen Nachfrage scheint nicht in Sicht zu sein. Doch obwohl die Nachfrage nach den Immobilien in Berlin hoch ist und ein Verkauf in jedem Fall einen vielversprechenden Eindruck hinterlässt, möchte der Bund einige Liegenschaften nun zunächst liegen lassen. In Berlin gibt es derzeit 545 bebaute und 330 unbebaute Liegenschaften, die sich im Besitz des Bundes befinden. Sie stehen auf einer Fläche von 170 Hektar. Obwohl diese Liegenschaften für Berlin durchaus wichtig wären, ist eine Sanierung oder Modernisierung der Gebäude auch weiterhin nicht in Sicht. Dabei würden sich die 875 Liegenschaften in Berlin durchaus gut nutzen lassen und würden für die Bundeshauptstadt vor allem viel Platz bedeuten. Doch eben jene Rahmenbedingungen und Argumente scheinen für den Bund nicht von Bedeutung zu sein. Für ihn ist es letzten Endes vor allem der Gewinn, der zählt.

Kein Fortschritt

Einst hatte der Bund mit den eigenen Berliner Liegenschaften doch große Pläne und hatte viel vor. Doch aus den so ehrgeizigen Plänen ist alles in allem nur wenig geworden. Ein gutes Beispiel hierfür sind die leer stehenden Plattenbauten, die sich am Schiffbauerdamm befinden. Sie sind teilweise leer stehend und wurden in den 70er Jahren aus dem Boden gestampft. Sie sollten nach den ursprünglichen Plänen des Bundes verschwinden. Ziel war es, entlang der Spree ein neues städtebauliches Quartier zu schaffen. Das bedeutsame Quartier sollte im Parlaments- und Regierungsviertel neu entwickelt werden. Auf dem Areal sollten Restaurants, Gewerbe und Cafés entstehen. Der Bund entschloss sich für das östliche Luisenviertel für einen Ideenwettbewerb. Dieser wurde schon vor insgesamt drei Jahren entschieden. Bis heute ist von Abriss oder gar Neubau auf dem Areal nichts zu sehen.

Planloser Umgang

Das Agieren des Bundes wirft in diesem Fall tatsächlich Fragen auf. Immerhin ist das Areal im Luisenviertel nicht die einzige Liegenschaft, die davon betroffen ist. Die Bima möchte auch in der Wilhelmstraße 50 ein Haus abreißen. Dadurch soll das Bundesministerium für Arbeit und Soziales erneut erweitert werden. Bislang gibt es dafür aber keinen Zeitplan. Die Berliner Bundestagsabgeordnete Lisa Paus von den Grünen hat der Bundesregierung nun vorgeworfen, dass sie mit den vorhandenen Bundesimmobilien in Berlin planlos umgeht. Nach Ansicht der Wirtschafts- und Sozialexpertin fehlt vor allem eine Strategie für die umfangreichen Wohnungsbestände, die dem Bund zugesprochen werden müssen. Die Bima hat insbesondere kleine Wohnungen und diese sind in Berlin durchaus Mangelware. Auch mit Blick auf die Wohnungssanierung wird die Bundesregierung der Vorbildfunktion nicht gerecht.

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