IW sieht Spekulationsblase auf dem Berliner Wohnimmobilienmarkt

Publiziert am 2. August 2012 von Nancy

Ohne Zweifel ist es Jahre her seit der Immobilienmarkt in Berlin eine solche Aufmerksamkeit genossen hat wie in diesen Tagen. Die Immobilien in Berlin sind gefragt und können mehr denn je auf gute Verkaufszahlen verweisen. Die hohe Nachfrage scheint alles in allem kein Ende zu finden. Antriebsmotor ist dabei auch weiterhin die Krise. Sie sorgt dafür, dass sich derzeit viele Investoren und Privatpersonen in Immobilien flüchten. Das Betongold gilt als sicher. Doch schien noch vor wenigen Tagen festzustehen, dass die Berliner Immobilien auch in den kommenden Monaten auf eine überraschend positive Entwicklung verweisen können, könnte sich dies nun doch ändern. Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft baut sich auf dem Berliner Markt für Wohnimmobilien eine Spekulationsblase auf. Diese würde für den Markt einen massiven Risikofaktor bedeuten. In einer Studie kommt das IW zu dem Ergebnis, dass die Erwartungen der Wohnungskäufer mit Blick auf Berlin zu hoch sind.

Markt für Eigentumswohnungen ist überhitzt

In der aktuellen Studie hat das IW die Wohnungsmärkte in den fünf größten deutschen Städten untersucht. Mit Blick auf Berlin kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass die Erwartungen zu hoch sind und darüber hinaus auch der Berliner Markt für Eigentumswohnungen leicht überhitzt ist. In Berlin sei darüber hinaus ein Trend zu beobachten, der gegenüber den anderen Städten gegenteilig ist. So werden in sämtlichen anderen deutschen Großstädten, die untersucht wurden, weniger Objekte angeboten. Dadurch spiegeln die steigenden Preise in erster Linie eine zunehmende Knappheit wider. Doch in Berlin gestaltet sich die Entwicklung gegenteilig. Der Studie zufolge hat sich die Anzahl der Objekte, die über das Online-Portal Immobilienscout24 angeboten werden, seit dem Jahr 2007 um insgesamt 60 Prozent erhöht. Diese Entwicklung deutet an, dass bei den Immobilien die Wiederverkaufsrate angestiegen ist.

Fundamentale Werte sind am schlechtesten

Der Studie zufolge sind die fundamentalen Werte in Berlin außerdem am schlechtesten. So ist die Bevölkerung in der Bundeshauptstadt älter. Darüber hinaus gibt es einen hohen Anteil von Grundsicherungs- und Wohngeldempfängern. Nach Ansicht der Experten ist es aus diesem Grund auch wahrscheinlich, dass die Immobilienkäufer mit Blick auf die Objekte zu hohe Erwartungen an die Renditen hätten. Als auffällig beschrieben die Studienautoren auch die Entwicklung bei den Eigentumswohnungen. Sie haben sich in Berlin seit dem Jahr 2003 um insgesamt mehr als 30 Prozent verteuert. Die Preise für Eigenheime blieben hingegen konstant. In der Studie wird betont, dass eigentlich ein Ausgleich zu erwarten gewesen wäre. So hätte sich die Nachfrage letztlich nur verschieben müssen.

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