Deutsche verzweifeln zusehends an hohen Mieten

Publiziert am 16. August 2012 von Nancy

Wohnen in Deutschland ist alles andere als preiswert. Vor allem in Großstädten wie Berlin muss für die Miete mittlerweile tief in die Tasche gegriffen werden. Immer mehr Deutsche scheinen nun jedoch an den hohen Mieten zu verzweifeln. So zeigen aktuelle Studien und Umfragen, dass es vielen Familien schwerfällt die Miete für Wohnungen bereitzustellen und diese bereits einen Großteil des Einkommens vernichtet. 2011 sind die Mieten und Eigentumspreise bundesweit um 4,7 Prozent gestiegen. Die Umzugspläne, die viele Familien eigentlich hatten, wurden im Zuge der steigenden Mieten aufgegeben. Berichten zufolge hat sich so bereits ein Viertel der Wohnungssuchenden dazu entschlossen, den Traum von einem neuen Zuhause zu begraben. Grund sind die hohen Mieten, die einen Umzug nicht leicht machen. Besonders hoch ist diese Quote in Großstädten. Hier haben sich bereits 39 Prozent von dem Traum eines neuen Heims verabschiedet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest. Sie wurde von dem Stuttgarter Finanzdienstleister W&W in Auftrag gegeben.

Große Spanne bei Preisvorstellungen

Meist zeigt sich bereits beim ersten Blick auf Online-Anzeigen oder Wohnungsangeboten in Zeitungen, dass die Preisvorstellungen des Suchenden und Anbieters doch weit auseinander liegen. Vor allem auf Seiten der Anbieter gestaltet sich darüber hinaus auch die Verhandlungsbereitschaft ausgesprochen gering. Die Gründe dafür sind vielseitig. Zum einen ist die Nachfrage zu hoch und zum anderen ist der Andrang bei den offiziellen Besichtigungsterminen groß. Damit wird sehr rasch deutlich, dass es für die Wohnungsanbieter kaum Gründe gibt, die dafür sprechen, einem Interessenten auf finanzieller Ebene entgegen zukommen. Allein im vergangenen Jahr wurden massive Kostensteigerungen verzeichnet. Dabei stiegen vor allem die Preise für Eigentumswohnungen kräftig an. Im deutschlandweiten Durchschnitt lag der Preisanstieg bei diesen Immobilien immerhin bei 7,3 Prozent.

Horrende Quadratmeterpreise

Horrende Quadratmeterpreise sind schon lange keine Seltenheit mehr. In Großstädten müssen die Verbraucher häufig Preise von bis zu 3000 Euro je Quadratmeter in Kauf nehmen. Vor allem in Städten wie Berlin, Frankfurt und München ist das keine Ausnahme mehr. Selbst in Berlin finden sich mittlerweile gegenüber dem Vorjahreszeitraum zweistellige Steigerungsraten. Auch die Durchschnittsmieten in deutschen Städten sind mittlerweile deutlich höher als dies in der Vergangenheit der Fall war. Nach aktuellen Ergebnissen sind die Quadratmeterpreise vor allem in Berlin und Frankfurt zuletzt sprunghaft angestiegen. In Frankfurt und München verlangen die Vermieter im Durchschnitt bereits 10 Euro je Quadratmeter. Diese Entwicklung ist insbesondere in deutschen Großstädten zu erkennen, die auf eine hohe Zuwanderung verweisen können.

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